Das Bistum Speyer hat eine Unabhängige Aufarbeitungskommission zur Untersuchung des sexuellen Missbrauchs gegründet. Ein erstes Treffen hat Mitte Juni stattgefunden, das nächste Treffen ist für Juli geplant. Rechtliche Grundlage der Aufarbeitung ist die gemeinsame Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung Johannes-Wilhelm Rörig, die im Sommer vergangenen Jahres unterzeichnet wurde.

Der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche der Pfalz ist bei einer Online-Verleihung erneut mit dem Zertifikat zum Audit Beruf und Familie der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgezeichnet worden. Gerade in der Corona-Pandemie sei deutlich geworden, dass familienbewusste Unternehmen nicht nur besser und schneller in den Krisenmodus umstellen konnten, sondern auch zufriedenere Beschäftigte haben, sagte die Schirmherrin des Audits, Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht.

Ein Mal im Jahr treffen sich beim ökumenischen Gipfeltreffen die Kirchenleitungen des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz. Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Generalvikar Andreas Sturm begrüßten in einer Videokonferenz die Mitglieder des Landeskirchenrates und des Allgemeinen Geistlichen Rates sowie eine Reihe von Fachreferenten.

Jede Kita wird bis Ende 2024 ein Institutionelles Schutzkonzept erstellen, das innerhalb der Initiative "Sicherer Ort Kirche" des Bistums Speyer dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche ihre Kindertagesstätte als sicheren Ort von Kirche erleben. Die neu veröffentlichte Arbeitshilfe zur Erarbeitung eines Institutionellen Schutzkonzepts zur Prävention (sexualisierter) Gewalt wurde am 14.6.2021 per Livestream den Kita-Leitungen und Trägervertretungen vorgestellt. An den beiden Veranstaltungen nahmen 270 Teilnehmer:innen teil.

Die Koordinationsstelle Prävention im Bistum Speyer hat am 8. Juni erstmals eine Fortbildung zum Thema "Entwicklung eines Institutionellen Schutzkonzeptes" angeboten. Teilgenommen haben 16 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den Pfarreien und dem Bischöflichen Ordinariat. Christine Lormes, Präventionsbeauftragte im Bistum Speyer, erläutert im Gespräch die Ziele und Maßnahmen, die mit der Entwicklung der institutionellen Schutzkonzepte im Bistum Speyer verbunden sind.

Jährlich wird im Dom mit einem Pontifikalrequiem den verstorbenen Bischöfen und Priestern der Kathedrale gedacht. In diesem Jahr zelebriert Weihbischof Otto Georgens am Dienstag, 15. Juni um 18 Uhr eine Pontifikalvesper und im Anschluss um 18.30 Uhr ein Pontifikalrequiem. Mit diesem Requiem wird auch das Jahresgedächtnis für den verstorbenen Bischof em. Dr. Anton Schlembach gefeiert.

Im Zuge der Restaurierung des Westbaus des Speyerer Doms stehen ein paar letzte Arbeiten an: Ab 7. Juni beginnen die Arbeiten an den Stufen zur Vorhalle. Eine Woche lang werden sich die Steinmetze um die Säuberung und Neuverfugung der Sandsteintreppen kümmern. Zunächst wird zumindest für den Aus- und Wiedereinbau der Stufen mit Hilfe eines Kranes der mittlere Zugang gesperrt, und das nördliche Gitter geöffnet.

Die Pfarrei Pax Christi lädt am Donnerstag, 3. Juni, zum Fronleichnamsfest in den Speyerer Dom ein. An Fronleichnam feiert die katholische Kirche in besonderer Weise die Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Das Pontifikalamt mit Weihbischof Otto Georgens beginnt um 10 Uhr im Dom. Anstelle der traditionellen Prozession werden je zwei Messdiener und Abgeordnete der fünf Speyerer Gemeinden vor dem Dom zusammenkommen.

Von Mathias Köller
Im Jahr 2021 jährt sich zum 800. Mal die Ankunft der ersten Franziskanerbrüder in Deutschland. Ein frühes Zentrum ihres Wirkens war Speyer – und ein Speyerer spielte eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des Ordens, der mit den Dominikanern, Augustinereremiten, Karmeliten und später den Serviten zu den Ordensgemeinschaften neuen Typs, den sogenannten Bettelorden zählt.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Wochenende 10 Frauen und 13 Männer in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. In einem feierlichen Gottesdienst im Speyerer Dom, den Marx als Großprior des deutschen Ordenszweigs leitete, erhielten die neuen Grabesritter Ordenskreuz und Mantel, die Männer zusätzlich einen Ritterschlag. Wegen der Corona-Vorgaben durften nur rund 100 Menschen an dem Gottesdienst teilnehmen.

Vor 40 Jahren wurde der Speyerer Dom als zweites Bauwerk in Deutschland nach dem Aachener Dom von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Er ist die größte erhaltene romanische Kathedrale der Welt. Die Restaurierung dieses fast 1 000 Jahre alten monumentalen Bauwerks gilt als herausragendes Beispiel denkmalpflegerischen Handelns. Nach wie vor müssen jedes Jahr rund eine Million Euro für den baulichen Erhalt des Speyerer Doms aufgewendet werden.

In diesem Jahr ist es 40 Jahre her, dass der Dom zu Speyer auf die Liste des Welterbes aufgenommen wurde. Der bundesweite UNESCO-Welterbetag am 6. Juni steht in Speyer 2021 daher unter dem Vorzeichen des Welterbe-Jubiläums. Pandemiebedingt finden alle Veranstaltungen online statt. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die digitalen Angebote zum Welterbetag guten Zuspruch erfahren haben, werden diese – in Form von Online-Führungen, Live-Übertragungen in den Sozialen Netzwerken und Videos – 2021 fortgesetzt.

Am Pfingstsonntag feierte Weihbischof Otto Georgens in Vertretung des erkrankten Diözesanbischofs Dr. Karl-Heinz Wiesemann ein Pontifikalamt im Speyerer Dom. In seiner Predigt betonte der Weihbischof die heilende Kraft des Heiligen Geistes, gerade in schwierigen Zeiten der Krise, wenn man Angst habe oder das Gefühl, nicht mehr atmen zu können.

Die Gitter zur Vorhalle des Speyerer Doms bilden die Grenze zwischen öffentlichem Raum und Kirche und prägen das Gesicht des Westbaus. Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten diese Gitter nun umfassend instandgesetzt und überarbeitet werden. Rechtzeitig zu Pfingsten ist diese Maßnahme abgeschlossen, so dass der Haupteingang des Doms wieder frei zugänglich ist.

Am Pfingstsonntag, 23. Mai feiert Weihbischof Otto Georgens um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Capella Spirensis unter der Leitung von Domkantor Joachim Weller, die Schola gregoriana unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori sowie Domorganist Markus Eichenlaub. Zu Gehör kommt unter anderem die Messa concertata von Giovanni B. Casali sowie Gregorianik. Die Pontifikalvesper mit Weihbischof Georgens am Pfingstsonntag beginnt um 16.30 Uhr und wird ebenfalls von der Capella Spirensis gestaltet.