Bedingt durch die Corona-Pandemie stehen Wirtschaft und Gesellschaft in unserem Land und weltweit vor einer harten Bewährungsprobe. Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland bedroht vielfach die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen und wirkt sich gravierend auf den Arbeitsmarkt sowie das gesellschaftliche und kulturelle Leben aus.

Die Stadt Speyer ruft alle Bürger*innen dazu auf, überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, Mund-Nase- oder Behelfsmasken zu tragen. Dies ist besonders beim Einkauf im Lebensmittelmarkt, im Einzelhandel und auf dem Wochenmarkt, sowie im ÖPNV der Fall.

Die Stadt Speyer informiert, dass angesichts der Corona-Pandemie vorerst alle städtischen Kultureinrichtungen und Veranstaltungsstätten bis einschließlich Mittwoch, 6. Mai 2020 geschlossen bleiben. Dazu gehören unter anderem die Stadthalle, die Städtische Galerie, die Heiliggeistkirche, das Kinder- und Jugendtheater, die Winkeldruckerey sowie das Zimmertheater.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus konnte der Verkehrsausschuss am 18. März 2020 nicht wie geplant stattfinden. Da in der Sitzung keine Beschlussfassungen vorgesehen waren, hat die Stadtverwaltung die Informationen zu allen Tagesordnungspunkten schriftlich aufgearbeitet und den Ausschussmitgliedern zur Verfügung gestellt.

"Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Speyer e. V. Uwe Wöhlert und Claus Rehberger als Geschäftsführer der veranstaltenden GmbH bedauern sehr, dass das Brezelfest 2020 voraussichtlich abgesagt werden", so eine Medieninformation. Das Brezelfest 2020 hätte vom 9. bis 14. Juli (traditionell am zweiten Wochenende im Juli) stattgefunden.

Wie bereits angekündigt erhält die Stadt Speyer eine Sonderzahlung des Landes zur Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Am gestrigen Donnerstag, 16. April 2020 ging die schriftliche Zusage über eine Auszahlung in Höhe von 1.264.775 Euro bei der Verwaltung ein.

"Auch wenn wir damit gerechnet haben, dass es früher oder später auch in Speyer einen ersten Todesfall in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion geben wird, macht mich die Nachricht, die mich heute Abend aus dem Diakonissen-Stiftungskrankenhaus erreichte, sehr betroffen.

Gemäß der gestern zwischen Bund und Ländern getroffenen Vereinbarung dürfen ab kommenden Montag, 20. April 2020, Verkaufsstellen des Einzelhandels mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie KfZ- und Fahrradhändler*innen, Buchhandlungen, Bibliotheken und Archive unabhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen öffnen. 

Die nächste Sitzung des Speyerer Stadtrats am 23. April um 17 Uhr findet wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Bedingungen und nur unter Anwesenheit der Hälfte der Stadtratsmitglieder im Kleinen Saal der Stadthalle statt. Aus Gründen des Infektionsschutzes können auch keine Zuschauer*innen zur Sitzung zugelassen werden.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus können die beliebten Osterferien in der Walderholung in diesem Jahr leider nicht wie gewohnt stattfinden. Damit bei den Grundschulkindern trotzdem keine Langeweile aufkommt, hat sich die Jugendförderung etwas einfallen lassen, getreu dem Motto: Wenn die Kinder nicht zur Walderholung kommen können, kommt die Jugendförderung eben zu den Kindern.

Von Klaus Stein
Je länger die kontaktverhindernden Maßnahmen andauern, desto dünner wird bei einigen Mitmenschen wohl das Nervenkostüm. Da wird eine Frau in der Schlange vor einem Einkaufsmarkt angemacht, weil sie eine Schutzmaske trägt: "Warum tragen Sie die Maske und haben sie nicht einem Krankenhaus gespendet, wo sie dringend gebraucht werden", so ein Mit wartender.

In einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber*innen wurden zwei Bewohner*innen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Da die Bewohner*innen Küche, Speisesaal und Sanitäranlagen gemeinsam nutzen, ist eine Identifikation und Nachverfolgung aller Kontaktpersonen nicht möglich.

Aufgrund der starken, aber notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Speyer sind die finanziellen Auswirkungen auch für Vereine zum Teil erheblich. Um im Bereich der Sportvereine Liquiditätsengpässe abfedern zu können, hat der Stadtvorstand die vorzeitige Auszahlung von Abschlagszahlungen der Sportfördermittel in Höhe von insgesamt circa 60.000 € angestoßen.

Auch wenn die Stadtbibliothek aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres für Besucher geschlossen ist, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter verschlossenen Türen in der Villa Ecarius aktiv. Dort werden derzeit verschlissene und veraltete Medien aussortiert und im örtlichen Buchhandel neue Bücher bestellt.

Speyer hält zusammen und hilft Menschen, die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind, das zeigte sich in den vergangenen Woche bereits mehrfach. In Zusammenarbeit zwischen der Wohnraumsicherung der Stadt Speyer und der Sozialen Anlaufstelle Speyer (SAS) wurden nun Notfallbeutel für wohnungs- und obdachlose Menschen zusammengestellt und an die Betroffenen übergeben.